Kraftwerk Ensdorf

Besuch des Kohlekraftwerks Ensdorf vom 30.04.2013

 

Dass der Strom aus der Steckdose kommt, ist klar. Aber wie kommt er da hinein und vor allem, wie wird er produziert?

Vortrag Herr Michaelis Das ließ sich der Vorstand der MIT Saarbrücken-Stadt genau erklären und zwar von keinen geringeren als dem Chef des Kraftwerks, Herrn Michaelis und seinem Produktionsleiter Herrn Dr. Blug.
Betriebsbesichtigung

Eine Betriebsbesichtigung rundete den Besuch ab.

In Zeiten der Energiewende gab es reichlich Gesprächsstoff. Die VSE als überwiegender Anteilseigner des Kraftwerks hat in den letzten zwei Jahren enorm investiert um im Markt bestehen zu können. Die Probleme liegen darin, dass die Menge des tagesaktuellen Stromaufkommens aus Wind- und Sonnenenergie schwierig und nur kurzfristig zu prognostizieren ist. Dieser Strom hat aber Vorrang bei der Einspeisung ins Netz und die Produktion aus Kohle muss sich danach richten.

 

Kontrollzentrum Das Kraftwerk Ensdorf ist inzwischen so fit, dass auf einen Anruf des Netzbetreibers hin die Produktion innerhalb einer Viertelstunde um bis zu 50 Megawatt verringert oder erweitert werden kann. Wie sich Markt und Verbrauch künftig entwickeln werden, ist derzeit noch nicht abzusehen. Das macht Investitionsentscheidungen bei Amortisierungszeiten zwischen zwölf und zwanzig Jahren fast unmöglich. Die Überschneidung von regulärem Markt (Angebot und Nachfrage) und regulierten Markt (Energieeinspeise-Gesetz – EEG) müsse möglichst bald beendet werden, und mittelfristig sollten alle Subventionen auf Null gesetzt werden. Besucher und Gastgeber waren skeptisch, ob die Politik diese Notwendigkeiten richtig erkannt habe.
MIT sagt Danke. Am Ende der Veranstaltung bedankte sich der Vorsitzende der MIT, Heinz König, stellvertretend für die gelungene Veranstaltung und überreichte Herrn Dr. Blug das “MIT Jahresmotiv 2012″, das dieser auch stellvertretend für Herrn Michaelis in Empfang nahm.